| Marina Cala di Galera | 42°24'2N 011°12'8E |
|---|---|
| Bucht vor Giglio Campese | 42°22'0N 010°52'6E |
| Bucht vor Marina di Campo | 42°45'4N 010°14'2E |
| Wrack von Pomonte | 42°44'6N 010°07'2E |
| Marciana Marina | 42°48'5N 010°11'8E |
| Portoferraio | 42°48'7N 010°19'8E |
| Marina Talamone | 42°33'2N 011°08'1E |
| Porto San Stefano | 42°40'0N 011°20'0E |
Teilnehmer
|
||||||||||||||||||||||
|
Tag 1: Samstag 4.Mai 10.oo Ankunft in Gala Calera. Alle Angekömmlinge öffnen ihr erstes Bier und die Crew-T-Shirts werden angelegt. Zum Glück tragen sie schon die Aufschrift "Club Nautique Italien 2002" und nicht wie ursprünglich bestellt "Kroatien 2002". Dank an Matti und Tobias für die rechtzeitige Änderung ;-) Marco und Steffen stehen noch im Hafen von Porto Santo Stefano, der zwar nicht weit entfernt aber leider nicht der Richtige ist. Ab geht`s in die Marina. Jeder der nun mit seinen Auto durch die Schranke möchte, darf seine ersten Italienischkenntnisse ausprobieren: "Ja...aehem...bon jorno...la luna oder wie" Immerhin, am Ende stehen alle vor unserem Boot. 12.oo Die Windstärke 7-8, des noch auslaufenden Schirocco, zwingt uns zu der Entscheidung heute noch im Hafen zu bleiben. Sicher ist sicher. Und der erste Tag soll ja nicht gleich in Stress ausarten. Die Vorgängermannschaft hat somit genug Zeit ihren Krempel von Bord zu räumen und die Übergabe vorzubereiten. 14.oo Inzwischen haben wir den Hafen mit all seinen Luxusjachten besichtigt. Marco und Steffen treffen auch endlich ein. Mit leichten Gezedere - wie es sich bei Schmöllnern gehört. Alex bekommt die vertrauensvolle Aufgabe die Bordkasse zu führen. D.h. eigentlich kann er sich gegen den einstimmigen Beschluss nicht wiedersetzen. Und was gibt es vertrauensvolleres als einen Juristen (grins). 15.oo Die Beschäftigungstherapeuten streiten sich, wie man am besten die Zeit überbrückt: Duschen, Abhängen, Bier trinken, Bootsübergabe etc. Einige (Tobias, Alex, Lemmi, highKO) machen sich die Mühe, die nahegelegene Burg zu ersteigen. 17.oo Das Boot wird übergeben und die Klamotten, sowie das Futter ordentlich verstaut - hoffentlich finden wir alles wieder. Es folgen die ersten Einweisungen unseres Skippers Matti. Der mit besonderer Betonung auf die Pumptechnik der Bordtoiletten hinweist. Der nützliche Hinweis, wie die Luken wirklich dicht zu machen sind, wird auch in etwas eindringlicher Tonlage erklärt. Aber was sind schon Worte. Später überraschte der eine oder andere Schwapp dennoch. ;-) 18.oo Einstimmig wird Tobias zum "Grillmaster" gekürt und es beginnen die ersten zaghaften Vorbereitungen fürs Abendessen. Allerdings wird abgelehnt, das leckere Hafenwasser zum Ablöschen der Steaks zu benutzen ;-) Beim ersten Angriff auf die Getränkereserven werden wir in den Brauch des Sundowners eingewiesen. Letzen Endes ist nach der langen Anreise und dem segelfreien, trotzdem anstrengenden Tag irgendwie jeder froh sich in seine Koje zu schmeißen. |
||||||||||||||||||||||
|
Tag 2: Sonntag 5.Mai So langsam rekelt sich einer nach dem anderen aus den "gemütlichen und großräumigen" Schlafstätten. Baldiges auslaufen ist geplant. Noch ein paar letzte Zutaten fürs Frühstück besorgen und die Autos auf den Parkplatz stellen. Na gut, das dauert dann doch etwas länger, da Thomas linker Vorderreifen nicht so richtig an der Bodenhalterung des Parkbegrenzers vorbeikommt. Scheiße, das geht ja schon toll los! OK, dann halt fix das Ersatzrad drauf, Leute ins Boot laden und - Ab der Fisch! Kaum aus dem Hafen ausgelaufen haben wir erst mal Gelegenheit ein "Mann-über-Bord" Manöver zu üben, um Tobias tollen Badelatschen zu retten. Nach der Meldung "Badelatsch` an Bord" gibt es erst einmal den Opferschluck für Neptun mit gutem Wünschen zum Gelingen des Törns. Die Colaweinbrandmischung wird hoffentlich von Neptun als ausreichend befunden. Monte Atario umschippernd setzten wir Segel in Richtung Elba. Porto Azurro ist geplantes Ziel. Manöver "Segel setzen" immerhin erfolgreich, aber der Wind kommt, aus Richtung NW, um ganz genau zu sein aus Richtung Porto Azurro, unseren eigentlichen Ziel. So wird nach kurzer Beratung umdisponiert und Kurs auf die Insel Giglio genommen. Dort angekommen haben wir in der Bucht von Campese erste Gelegenheit das "Ankern" auszuprobieren, was nach ein paar beherzten Eingriffen von Tobias in die Elektrik der Ankerwinsch auch prima funktioniert. Sogleich erhält er die Qualifikation zum 1.Ankermaat . Nachdem sich dann jeder noch mit roten Nudeln den Ranzen vollgeschlagen hat, ist ein beträchtliches Gemütlichkeitslevel erreicht. Hart wird nun am Abbau der Getränkereserven gearbeitet. Dieser Umstand und diverse "Geschichten" genügen, um uns in die Kojen zu drücken. |
||||||||||||||||||||||
|
Tag 3: Montag 6.Mai Herrlicher Sonnenschein an diesem Morgen! Die Frühstücksbrötchen lassen ein wenig auf sich warten, aber so haben wir immerhin schon mal das Beiboot - das Dinky - klargemacht und den kleinen Außenborder mit einer lustigen Mischung aus Sprit und vermutlichem Motorenöl gefüttert. Der größte Teil der Truppe macht sich auf den Weg nach Giglio Castello, einer kleinen Burgstadt auf dem höchsten Punkt der Insel. Der Rest testet schon mal die Tauchausrüstung. Nach den Genuss der ersten Meeresfrüchte in den engen Gassen von Castello, geht es eine steile Abkürzung wieder hinab zur Bucht. Nach etlichem hin und her mit dem Dinky, was dem Wolf-Ziege-Kohlkopf-Problem nicht unähnlich ist, haben wir irgendwann doch wieder alle Mann an Deck. Und ab geht`s zum 2.Versuch Richtung Porto Azzuro. Wind ist ganz ordentlich, aber wieder genau aus Kursrichtung. Statt mit aufwendigen Kreuzungsmanövern die Zeit zu verlieren, die wir morgen zur Umsegelung der Insel brauchen, steuern wir halt gleich den westlichen Teil von Elbas Südküste an. So haben wir prima Segelwind und kommen zügig voran. So gegen 4.00 Uhr morgens ankern wir in der Bucht vor dem Hafen Marina di Campo. |
||||||||||||||||||||||
|
Tag 4: Dienstag 7.Mai Nun stellt sich unser weiter westlich gerichteter Kurs als großer Vorteil heraus. Denn so können wir in Windeseile das Wrack von Pomonte erreichen. Nach kurzer Suche erwartet die Taucher ein wunderschöner Dive-Spot mit erstklassigen Lichtverhältnisse und einer großen Unterwasserfauna. Später können wir dann noch das wunderschöne adams-kostümierte Pärchen Ray und Matti im Dinky bewundern ;-)) Der Tauchgang von Marco und Steffen wird allerdings durch das Touri überladene Glasbodenschiff "Nautilus" unterbrochen. Naja, zum Glück ist keiner in die Schrauben getaucht. Einen hübschen Schreck gab`s trotzdem. So sind dann auch die Kommunikationsversuche der Schulklassen auf dem Schiff zu unserer leichtbekleideten Besatzung ganz belustigend. Weiter geht es nach Marciana Marina. Dort eingelaufen legen wir uns mit einem vorbildlichen Anlegemanöver neben die Topolino, welche von Martin und seiner Thüringer Crew besiedelt wird. So, nun erwarten uns Duschen mit festen Boden und ein Fünfsterneabendessen im Örtchen ... |
||||||||||||||||||||||
|
Tag 5: Mittwoch 8.Mai Das Scheißwetter und die Wirkung der Getränke vom Vorabend überreden uns, den ohnehin schon spät begonnenen Tag im Hafen zu verbringen. Vor allem die Aussicht das Dortmund-Spiel am Abend sehen zu können, erleichtert die Entscheidung. So wird der Rest des Nachmittags genutzt das Boot klar zu machen und mit Hilfe unserer lieben Nachbarn den Motor zu starten, um unsere mittlerweile leeren Batterien wieder aufzuladen.
Nun ist uns ja schon einiges ausgegangen: Strom, Gas, Wasser, Futter... aber das lässt sich ja verschmerzen und relativ leicht regeln. Jedoch, dass der Alkoholvorrat zur Neige geht ist bitter.
|
||||||||||||||||||||||
|
Tag 6: Donnerstag 9.Mai
Wir laufen gemeinsam mit der Topolino aus und halten ohne Umschweife auf Elbas Hauptstadt, Portoferrario zu. Im Hafen angelangt, glänzt auch hier die mittlerweile schon fast routinierte Mannschaft mit einem gutem Anlegemanöver.
Angesichts der schon sehr sommerlich gekleideten italienischen Bellas, macht sich leichte hormonbedingte Unruhe in der Mannschaft breit. Der Großteil der Crew versucht diesen Zustand mit einigen Cuba Libre in den Griff zu bekommen, während die restlichen zwei Leute an Bord das offensichtlich längst geschafft haben. Da einer der Beiden unser Grillmaster Tobias ist, gestaltet sich das Zubereiten des Abendbrotes zu einer sehr lustigen Angelegenheit. Aus dem kurzen Kampf mit unserer Anlegeplanke geht Tobi nur als zweiter Sieger aus, was sein mit hafenwassergefülltes Handy mit einen Totalausfall quittiert. Um den morgigen Tag gut nutzen zu können wird ein "Early-Bird-Start" vereinbart und die ersten Posten eingeteilt. Wir lassen den Tag, mit vorbeiheulenden Vespamotoren und dem Gefühl einen recht ruhigen Männertag erlebt zu haben, ausklingen. |
||||||||||||||||||||||
|
Tag 7: Freitag 10.Mai Ein hervorragender zeitiger Start mit minimaler Besatzung bringt uns wieder Richtung Festland. Der Wind bläst natürlich genau von vorn, also ist wieder einmal kreuzen angesagt. Einen weiteren Tauchgang oder Inselbesuch haben wir aus Zeitgründen mittlerweile aufgegeben. Nach halber Stecke dreht der Wind und frischt auf, wir können auf Kurs gehen - Neptun ist also doch für uns! So kommen wir zügig nach Tulamone, wo sich allerdings das Anlegen im Hafen als nicht ganz so einfach entpuppt. Ein starker Seitenwind drückt das Boot immer wieder quer. Aber unser Skipper Matti meistert auch diese Herausforderung! Der Rest der Bordkasse langt, dank wirtschaftlichem Management von Alex, heute noch für das beste Essen des Urlaubs, in einem sehr gastfreundlichem Ristorante. Vollgefressen wird sich nun über die letzten Trinkreserven hergemacht und auch der Rest vom Rum wird ohne murren gekillt. Steffens Kommentar dazu: "Saauf's Zeuch pur, dann musst nich so viel seichen". |
||||||||||||||||||||||
|
Tag 8: Samstag 11.Mai Heute sollten wir doch noch den Hafen kennen lernen, von dem der Törn ursprünglich starten sollte, Porto Santo Stefano. Marco und Steffen haben ja am ersten Tag schon einige Zeit hier zu gebracht. Auch das erste mal die Anweisung bugseits anzulegen, Obwohl Matti die La Luna schon fast drin hatte - ausgerechnet zum Ausladen der Sachen. Na ja, müssen wir unsere Taschen, Tauchzeug etc. halt über die Reling hieven. Schnell finden wir auch jemanden, der die Fahrer nach Cala Galeria zu den Autos bringt. Selbst der Reifen für Thomas ist mit einer neuen Crew aus Deutschland mitgekommen. Wie kann es anders sein: ebenso falsch aufgezogen wie der Ersatzreifen. Nun gut Thomas möchte sicherlich einmal eine italienische Werkstatt so kennen lernen. Irgendwann sind wir dann doch alle startklar zur Heimreise... Handschlag, Schulterklopfen, Auto starten und „ab geht er, der Peter“. Mit den Handys unterwegs noch in Verbindung, hat es dann jeder nach langer Fahrt nach Hause geschafft. |
||||||||||||||||||||||
Wir sind uns einig: Das war eine klasse Törn! |